Die Ausstellung zu Leben und Werk des Schriftstellers Heinz Piontek über die Lauinger und Dillinger Jahre, die Klaus Hille und Anton Hirner bereits 2008 einrichteten, sollte das Gedächtnis an den Klassiker der Nachkriegsliteratur lebendig halten.

Neu zugänglich gewordene Dokumente, die vor der drohenden Zerstreuung bewahrt wurden, können nun in der permanenten Gedenkstätte zu seinem Nachruhm präsentiert werden. Das Museum ist durch lokale und private Initiative entstanden. Material und Exponate werden in Originalen aus dem Heinz-Piontek-Archiv Lauingen zur Verfügung gestellt.

Heinz Piontek, am 15. November 1925 in Kreuzburg in Oberschlesien geboren, entstammte einer Bauernfamilie. Von der Schulbank weg wurde er 1943 als Soldat in den Zweiten Weltkrieg verpflichtet, der für ihn 1945 in Bayern in amerikanischer Kriegsgefangenschaft endete. Nach seiner Entlassung arbeitete er in Waldmünchen/Oberpfalz in einem Steinbruch, danach als Bauarbeiter in München. 1947 zog er nach Lauingen, holte dort sein Abitur nach und studierte drei Semester Philosophie, Kunstgeschichte und Germanistik an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Dillingen. Er heiratete Gisela Dallmann, mit der er in Lauingen, ab 1955 in Dillingen wohnte. In Lauingen begann Heinz Piontek zu schreiben. Die ersten Gedichtbände Die Furt (1952) und Die Rauchfahne (1953) machten ihn sofort in der literarischen Welt bekannt. 1961 zog er mit seiner Frau nach München, wo er sein umfangreiches Werk als Lyriker, Romancier, Erzähler, Essayist, Übersetzer und
Herausgeber schuf. „Klassiker der Gegenwart“ wurde er wegen der vielen literarischen Gattungen genannt, die er beherrschte. Mit zahllosen Preisen geehrt, erhielt er 1976
die höchste Auszeichnung für deutschsprachige Literatur, den Georg-Büchner-Preis. Seine Gedichte haben einen eigenen, wieder erkennbaren Ton. In seinen Geschichten
und Romanen erzählt Piontek von Reisen, von Heimatlosigkeit und Dichterleben, von Menschlichkeit, Liebe, Hoffnung. Unübertroffen und zeitlos sind auch seine literarischen Übersetzungen von John Keats und Joseph Conrad. Heinz Piontek starb nach einem tragischen Sturz am 26. Oktober 2003 im Krankenhaus von Rotthalmünster bei Passau.

Öffnungszeiten
Es gibt keine festen Öffnungszeiten. Eine Besichtigung ist nach Anmeldung möglich.

Adresse
Heinz Piontek Museum
Brüderstraße 10, 2. Stock
89415 Lauingen an der Donau

Kontakt:
Anton Hirner
Paul-Böhm-Str. 7
89415 Lauingen (Donau)
Tel.; +49 (0)9072 910 44

Kontaktní informace

Další informace:
www.heinz-piontek.de

Dotazy směřujte na:
anton.hirner@gmx.de
bergfex bergfex