Von Steinbrücken über die Pappelschenke nach Kospoda
Der Ortsname Steinbrücken (1486 Steinbrucken) hat nichts mit „Brücke“ zu tun, sondern ist von der älteren Bedeutung „Knüppeldamm“ abzuleiten. Das Dorf liegt an der Nordabdachung des Thüringer Schiefergebirges...
Der Ortsname Steinbrücken (1486 Steinbrucken) hat nichts mit „Brücke“ zu tun, sondern ist von der älteren Bedeutung „Knüppeldamm“ abzuleiten. Das Dorf liegt an der Nordabdachung des Thüringer Schiefergebirges (bei Moderwitz liegt der Übergang zum Zechstein) in einer Höhe von etwa 480 m ü. NN.
►►►An der Straßengabel (Wegweiser nach Kleina) wandern wir auf einem Landwirtschaftsweg zunächst hinauf zum Gamsenberg. Dann führt der Weg im Wald kurvenreich in den Gamsengrund. Nach der scharfen Rechtskurve geht es bald nach links. Nach einem Kilometer kommen wir zum Waldrand. Wir schauen schon auf unser nächstes Ziel, die Pappelschenke, die wir in wenigen Minuten erreichen.
►►►Bis zur Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert war die Pappelschenke eine Gaststätte mit Herberge. Sie lag an einer belebten Handelstraße und war auch Ausspanne (Pferdewechsel). Mit dem dichter werdenden Eisenbahnnetz wurde die Gaststätte unrentabel und deshalb geschlossen.
►►►Wir wandern nun weiter auf dem Saale-Orla-Weg (rotes Dreieck), der einen alleenartigen Charakter aufweist (u.a. alte Lärchen). Wir überqueren die Straße Kospoda - Weira und gelangen bald nach Meilitz (links mehrere Windkraftanlagen). Der Ortsname, 1320 „Mylicz“, wird erklärt als „Leute des Mil“, abgeleitet von mily = lieb, teuer. (Namensdeutungen von H. Rosenkranz)
►►►Wir durchlaufen den sauberen Ort und folgen danach der Straße nach Kospoda (1120 Coscebode, von Kosobody = Stecher). An der Einmündung in die Dorfstraße können wir in der Gaststätte (s.o.) eine Rast einlegen. Wir gehen auf der Straße aufwärts und biegen vor dem Teich links in einen Feldweg ein. Am Waldrand halten wir uns nochmals links. Im Wald erreichen wir einen kleinen Hügel, von dem wir in den Gamsengrund hinabsteigen (etwas verwachsen!).
►►►Wir überschreiten den Bach (Achtung, bei Starkregen nicht passierbar!), laufen durch einen kleinen Waldstreifen und steigen auf der Flur bergan (Wegweiser, Sitzgruppe). In leichtem Anstieg benutzen wir den breiten Weg, der längere Zeit von Kirschbäumen eingesäumt ist, nach rechts. Bis zu unserem Ausgangsort Steinbrücken legen wir bei schöner Aussicht noch etwa zwei Kilometer zurück.
Dieter Kögler, Wanderungen der Volkssolidarität Oberland e.V.
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