Die Wässermatten im Oberaargau gehören zu den letzten erhaltenen Beispielen einer traditionellen Bewässerungslandschaft in der Schweiz. Diese besondere Kulturlandschaft verbindet Natur, Geschichte und Landwirtschaft auf eindrückliche Weise und bietet einen wertvollen Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.
Die Wässermatten erstrecken sich in den Flusstälern der Langete, Oenz und Rot und zeichnen sich durch ihre sattgrünen, strukturreichen Wiesen aus. Über ein historisch gewachsenes System aus Gräben, Kanälen und Schleusen wird das Wasser gezielt auf die Flächen geleitet und dient gleichzeitig der Bewässerung und natürlichen Düngung.
Die Ursprünge dieser Bewirtschaftungsform reichen bis ins Mittelalter zurück und wurden unter anderem durch die Zisterziensermönche des Klosters St. Urban geprägt. Noch heute werden Teile der Wässermatten gemeinschaftlich gepflegt und bewirtschaftet, wodurch ein einzigartiges Zusammenspiel von Natur und traditionellem Wissen erhalten bleibt.
Neben ihrer landwirtschaftlichen Bedeutung sind die Wässermatten auch ein wertvolles Naherholungsgebiet. Spaziergänge durch diese Landschaft bieten Einblicke in eine jahrhundertealte Kulturform und eine beeindruckende, naturnahe Umgebung.