Trip around Königssee and Watzmann in 3 days (or more)
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Diese 3-Tages-Tourenkombination erfordert etwas an Kondition. Belohnt wird man jedenfalls mit einer enorm schönen und abwechslungsreichen Bergtour. Die Watzmannüberschreitung ist zwar dank der recht geringen...
Diese 3-Tages-Tourenkombination erfordert etwas an Kondition.
Belohnt wird man jedenfalls mit einer enorm schönen und abwechslungsreichen Bergtour.
Die Watzmannüberschreitung ist zwar dank der recht geringen Höhe und zumeist sonnigen Expositur, früh schneefrei und eher warm, alpinistisch dennoch vollwertig. Der Grat ist kein Klettersteig, sondern lediglich teilweise seilversichert.
Der 2. Tag ist ein weiter Marsch für den man minimum 9h benötigt. Absolute Schwindelfreiheit für die Watzmannüberschreitung (3er Gipfel: Hocheck mit Luxusbiwak, Mittel- und Südspitze) ist
vorausgesetzt.
Bei mäßiger Kondition oder sensiblen Knien ist eine vierte Nächtigung in der Wimbachgrieshütte empfehlenswert, wo man sich auch vom gewaltigen aber eindrucksvollen Abstieg vom Watzmann ausruhen oder notfalls auch abbrechen kann.
1. Tag: Königssee - Watzmannhaus (alternativ: Hocheck-Biwak + 800hm): 9,6km, 1300hm, 4-6h
2. Tag: Watzmannhaus - Watzmannüberschreitung - Abstieg in den
Banngraben - Hundstodgatterl (alternativ: Oberlahner-Weg) - Kärlingerhaus: 17km, 1650hm, 10,5-13h
3. Tag: Kärlingerhaus - Grünsee - Halsköpfl - Wasseralm - Rothsteig - Fischunkelalm - Saletalm (Bootsanlegestelle): 17,8km, 400hm, 5,5-8h.
Vom riesigen Touristenparkplatz (ca. 600m) direkt in der Ortschaft Königssee (kostenpflichtig) geht es erstmal in Richtung Westen zur Rodelbahn, wo rechterhand kurz auf der Begleitstraße der Bahn der
markierte Anstieg (445, dann 443) zum Einstieg Grünsteinklettersteig und weiter zur Klingelalm beginnt.
Von dort weiter zur Kührointhütte (1400m) auf dem Weg 443, wo man sich mit Buttermilch stärken kann. Ab hier lässt man die Familienwanderer hinter sich und begibt sich auf den "Falzsteig"
Nr. 442. Dieser führt erst durch Wald dann schärfer ansteigend über die Falzalm zum Watzmannhaus (1928m). Hier ist der Endpunkt des ersten Tages.
Das Watzmannhaus ist keine klassische Berghütte sondern
hat touristischen Berghotelcharakter, entsprechend schlecht empfindet der sensible Alpinist Wirte und Atmosphäre, dann empfiehlt sich gleich der weitere Aufstieg von ca. 800hm zum ersten Watzmangipfel, dem Hockeck (2651m). Dort findet sich eine geräumiges, gut abgedichtetes Biwak.
Möglichst früh sollte man den 2. Tag beginnen, um später nicht im Gipfelstau zu stecken. Die meisten Touristen belassen es zwar bei der Besteigung des Hocheck, doch weniger trittsichere Bergsteiger
blockieren gerne mal den anspruchsvollen Gratweg. Die 800hm zum Hocheck (2651m) sind in 1-2h auf dem Weg Nr. 441 geschafft, falls man nicht schon am Vortag rauf zum Biwak ist.
Ab hier beginnt einer der schönsten Abschnitte: die alpinistische
Watzmannüberschreitung mit atemberaubendem Tiefblick (Wimbachgries im Westen, Watzmannkinder und Ostwand/Eisgraben im Osten).
Der Gratweg ist teilweise versichert und ausgesetzt. Für erfahrene Bergsteiger ein Genuss, müssen weniger Geübte schon mehr Nerven und Zeit für die Überschreitung einplanen, und gegebenenfalls eine Seilsicherung mitnehmen. Ein Klettersteigset macht nur bedingt Sinn, da die Versicherungen nicht durchgängig sind. Genussvoll geht es über den höchsten Punkt der Tour, dem Mittelspitz (2713m) zur nur um einen Meter niedrigeren Südspitze (2712m). Ab dann geht es ca.
1200hm steil bergab durch den Schönfeldgraben bis zum Banngraben (1490m).
Hier entscheidet sich, ob man den kurzen Abstecher nach Westen zur Wimbachgrieshütte (1330m) macht. Alternativ kann man hier auch abbrechen und über einfache Schotterwege zurück zum Parkplatz wandern (ca. 8km). Ansonsten sammelt man wieder Höhenmeter bis zur verfallenen Trischübelalm. Entweder man nimmt den kürzeren, jedoch beschwerlicheren Weg Nr. 421 via den verfallenen Almen Oberlahner und Unterlahner, oder den im GPS-Track ersichtlichen Weg (Nr. 411,420,412) via Hundstodgatterl. In beiden Fällen warten einige Höhenmeter und Ziel ist das Kärlingerhaus (1631m), wo man sich nach dem langen Marsch verdient im Funtensee abkühlen kann und auf die Nächtigung vorbereitet. Ein Besuch der sog. " Teufelmühle" direkt am See lohnt sich. Die Gegend ist übrigens eine Kältesenke, also am Morgen nicht verzagen.
Der dritte Tag ist zwar weit, jedoch bietet er nur noch lächerliche 400-500hm.
Auf dem Weg Nr. 10 geht es erstmal aus dem kalten Talkessel heraus, um kurz darauf nach Osten dem Weg 416 zu folgen.
Dieser führt am Grün- und Schwarzsee vorbei. Ein kurzer Abstecher auf den Aussichtspunkt Halsköpfl lohnt sich, dank dem erstmaligen Tiefblick auf den Ober- und Königssee. Nach 3-4,5 Stunden sollte die Wasseralm erreicht sein. Diese ist in den Sommermonaten übrigens sehr wohl bewirtschaftet und hat zauberhaften, nostalgischen Flair. Dort wird man jedoch auch wieder auf Touristenmassen treffen.
Ein Stück muss man den Weg zurückgehen, zur Abzweigung des Weges Nr. 424, den Röthsteig.
Alternativroute (+ 1 Tag): hier könnte man an der Höhe verbleiben (Landtalsteig und dann Weg 416) um weiterzuwandern bis zur Gotzenalm (Nächtigung) bzw. Königsbachalm und bis zum Jenner (Seilbahn).
Der hier beschriebene und im GPS-track gezeigte Röthsteig führt einen über steile Serpentinen, am eindrucksvollen, Röthfall vorbei in den Talschluss des gut besuchten Seegebietes (703m).
Es ist nun nur ein Spaziergang zur bewirtschafteten Fischunkelalm (620m), wo man sich ein schneller Sprung ins kalte Nass des wunderschönen Obersee lohnt. In unbedeutend kurzer Zeit findet man sich schon auf der Saletalm (604m; Einkehr empfohlen), wo man auf das regelmäßige Boot via St. Bartholomä zurück nach Königssee wartet.
Es bleibt genügend Tageszeit für den Besuch von St. Bartholomä
(Steckerlfisch, Fotomotivkirche). Wer noch Reserven hat, kann auch noch durch den Eisgraben zur Eiskapelle wandern. Ansonsten bleibt eine entspannte Heimreise mit den Erlebnissen einer wunderbaren Bergtour.

via Ostwand (Kletterwege ab III) auf den Watzmann;
nach Watzmannabstieg via Wimbachgries retour (ca. 8km) durch die Wimbachklamm nach Talort Rotheben;
von Trischübelalm die Variante Unterlahneralm via "Saugasse" nach St. Bartholomä
(Bootsanlegestelle)
nach dem Hundstodgatterl rauf zum Ingolstädterhaus (2119m);
Verlängerung der Tour von der Wasseralm (Nr. 416) weiter zur Gotzenalm (1685m) oder Königsbachalm und gar bis zum Jenner;
zahlreiche Gipfel "am Weg"
Kührointhütte, Watzmannhaus/Hocheck-Biwak, Wimbachgrieshütte, Kärlingerhaus, Wasseralm, Fischunkelalm, Saletalm
z.B. Kompass Nr. 794 Maßstab 1 : 25 000 (Berchtesgadener Land)
Ano
Ano
Ano
Alpinausrüstung (Bergschuhe, Schlechtwetterkleidung, Ersatzkleidung, Erste-Hilfe Paket, Regenschutz,
Sonnenschutz, Stirnlampe), Wanderstöcke empfohlen (Abstiege), ggf. Hüftgurt und Sicherungsseil, Schlaf-/Hüttenschlafsack
Achtung: Nur für geübte Bergsteiger: Zum Teil hochalpin, ist die Watzmann Überschreitung nur für wirklich erfahrene, absolut trittsichere, schwindelfreie und konditionsstarke Bergsteiger machbar. Die Watzmann-Überschreitung ist kein Klettersteig!
entweder über die A1 und Salzburg weiter auf A10 in Richtung Süden/Villach zur Abfahrt Grödig weiter nach Berchtesgaden, Schönau und Königssee
oder über die Ennstalstraße auf die A10 Richtung Norden/Salzburg zur Abfahrt Hallein weiter nach Berchtesgaden, Schönau und Königssee
Touristenparkplatz Königssee (Berchtesgadener Land) - zahlungspflichtig!
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